Arztbehandlung


Es werden pro Quartal zwei Behandlungsscheine ausgestellt, ein Schein für den Hausarzt und ein Schein für den Zahnarzt. Die Behandlungsscheine können vor Quartalsbeginn beim Herrn Pape im Rathaus abgeholt werden.

Überweisungen kann nur der Arzt ausstellen, der den Originalbehandlungsschein erhalten hat.

 

Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) haben im Vergleich zu gesetzlich Krankenversicherten einen eingeschränkten Anspruch auf medizinische Versorgung.

Der Behandlungsanspruch wurde vom Gesetzgeber in § 4 AsylbLG auf folgende Sachverhalte begrenzt:

 

  • ärztliche Behandlung bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständeneinschließlich der Versorgung mit Arznei- und Verbandsmitteln sowie Gewährung sonstiger zur Genesung, zur Besserung oder zur Linderung von Krankheiten oder Krankheitsfolgen erforderlichen Leistungen
  • Gewährung von ärztlicher und pflegerischer Hilfe und Betreuung, von Hebammenhilfe sowie von Arznei-, Verbandmitteln für Schwangere und Wöchnerinnen
  • Verabreichung amtlich empfohlener Schutzimpufungen

 

Wichtig:

Nach Ablauf von 15 Monaten des Aufenthalts stehen Asylsuchenden grundsätzlich dieselben Leistungen wie Sozialhilfeempfängern nach dem SGB II zu - sie werden „Analogleistungen" genannt, weil sie den Leistungen des SGB II entsprechen, also analog zu diesen sind.

Ab sofort können sich die Asylbeweber gesetzlich krankenversichern.